Arthur West: Der herbe Monolog


Arthur West: Der herbe Monolog

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Über den »herben Monolog« von Arthur West Diese Zeilen sind kein Vorwort, keine Interpretation der Gedichte von Arthur West. Sie sind der Versuch einer Danksagung. Wenn man von einem Menschen, von einem Dichter, auf so tiefe und poetische Weise beschenkt wird, verbietet sich die literarische Abwägung und Vermessung eines solchen Geschenkes, der literaturkritische Kommentar. Es sind Gedichte, die dem Tode ins Auge sehen und noch einmal das Leben, das ganze Leben beschreiben. Ich fühle mich von der Wahrhaftigkeit, mit der dies geschieht, beschenkt und gestärkt. Das poetische Wort ist frei von jeder Rücksicht, auch gegen sich selbst. Es berichtet von allen Erniedrigungen, von jeglicher Mißachtung und Aussonderung und von Angst, von größter Angst, die keine Zuflucht nehmen will zu naheliegenden und falschen Tröstungen. Es ist das poetische Dokument eines mutigen Menschen: die zunehmende Schwäche des Körpers, das immer mühsamer werdende Atmen, machen den Ruf nach der Wahrheit nicht leiser, nicht ängstlicher, nicht vorsichtiger, im Gegenteil, es ist, als würde jetzt, mit verbrauchter Stimme, endlich alles gesagt. Wie er es sagt: als würde man mit ihm vor einem Spiegel stehen, als hätte er die Kraft, das Leben – im Angesicht des Todes – immer lauter zu beschwören. Einen Lehrling des Abschieds nennt er sich in einem seiner Gedichte und ist doch ein Meister. Was für eine Hilfe für unsere eigenen Unausweichlichkeiten. Was für eine Aufforderung gegen unsere eigenen Ängstlichkeiten. Was für ein Geschenk für die Verbleibenden. Danke, Arthur. Peter Turrini

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